Die Sicht des Mediziners
Aktivität, Konzentration und Heiterkeit.
Der durch die Erdrotation bedingte Tag-Nacht-Rhythmus ist ein wichtiger Faktor für den geregelten Ablauf biologischer Prozesse im menschlichen Körper. Je genauer unsere innere Uhr mit dem Tag-Nacht-Rhythmus übereinstimmt, umso leistungsfähiger sind wir am Tag und umso besser schlafen wir in der Nacht – mit positiver Wirkung auf Stimmung, Wohlbefinden und Verhalten.
Mehr Blau im Licht.
Aus medizinischer Sicht ist es deshalb sinnvoll, künstliche Beleuchtung dem Tageslicht anzupassen. An Arbeitsplätzen kann insbesondere eine Beimischung von blauem Licht um 460 nm hilfreich sein, denn ein hoher Blauanteil entfaltet beim Menschen eine aktivierende, konzentrationsfördernde Wirkung.
Regelmäßig und koordiniert.
Auch der Faktor Zeit hat wesentlichen Einfluss auf die Wirkung des Lichts,
denn unsere innere Uhr hat ein „Gedächtnis“. Deshalb sollte der Lichteinfluss
nicht nur regelmäßig erfolgen, sondern auch auf andere Zeitgeber wie Aktivität
oder Nahrungsaufnahme abgestimmt sein.
Prof. Dr. Jürgen Staedt, Ärztlicher Direktor der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik – Memory Clinic Vivantes-Klinikum Berlin-Spandau:
„Eine tägliche Dosis hellen Lichts mit ausreichend blauem Anteil ist insbesondere in den dunklen Wintermonaten für die Stabilisierung unseres Tag-Nacht-Rhythmus und folglich auch für unser Wohlbefinden äußerst ratsam. Selbst in der medizinischen Anwendung setzen wir verstärkt auf die Wirkung des Lichts, um bei unseren Patienten eine Stimmungsaufhellung zu erreichen.“
