März Julia Kissina, Toys


 
Eröffnung:
30. März 2004, 19 Uhr
 
Ausstellungsdauer:
31. März - 4. Juni 2004
 
Öffnungszeiten:
werktags 9 - 16 Uhr
 
Anschrift:
Galerie aktueller Kunst im OSRAM Haus
Hellabrunner Strasse 1
D-81543 München
 
 
Die inszenierten Fotografien Julia Kissinas dokumentieren nicht, sondern öffnen das Bildfenster in eine andere Welt. Es ist eine phantastische und verstörende Bildwelt, die eine Brücke zwischen Mythologie und genetischem Wahn schlägt. Die Serie "Toys" zeigt Kinder, die wie im Spiel verkleidet sind. Doch wo endet das Spiel und wo beginnt der Ernst wenn es um Kreatürlichkeit geht?
 
Julia Kissina - Toys
 
Die Ästhetik der Mischwesen und Mutanten, wie es sie in den Geister- und Götterwelten aller Kulturen gibt, entfaltet sich in den Arbeiten Kissinas spielerisch. Die Verkleidungsposen der Kinder kollidieren mit der Imaginationskraft des Betrachters, der hier nicht nur Spiel, sondern auch Bedrohlichkeit empfinden mag. Gleichzeitig wird er überwältigt von der Unschuld der Kinder und der Schönheit der Bilder.
 
"Die Bildnisse von verstörender Ästhetik, Kunstwerke im Zeitalter ihrer biologischen Reproduzierbarkeit," so schreibt Boris von Brauchitsch in einem Katalogbeitrag über die Serie "Toys", "machen aus dem Weg in den Untergang ein Märchen, in dessen verklärter Romantik immer wieder die infame Realität aufblitzt und uns zu einer offensiven Haltung herausfordert."
 
Die Arbeiten dieser Serie, die bereits 1998-99 entstanden, werden erstmals in München gezeigt.
 
Künstlergespräch:
1. Juni., 20 Uhr "Kunst und Verbrechen" Julia Kissina spricht über ihre Performances und zeigt den Film "Ohne Zeugen", eine Aktion im Berliner Polizeirevier 2003 Ort: lothringer13/laden, Lothringer Str. 13, 81667 München
 
 
Julia Kissina
 
Geb. 1966 in Kiew. Studium: Kunstakademie München Meisterschülerin bei Prof. Pia Stadtbäumer, Diplom 1998. Sie erhielt u.a. die Projektstipendien des Akademievereins, München (1994), der Gisela und Erwin von Steiner Stiftung (1995), der Prinzregent Luitpold Stiftung (1997), der Stadt München (1998), und das Atelier Projektstipendium der Jürgen Ponto-Stiftung in Frankfurt/Main (1999 - 2000) sowie den Preis des Kunstvereins Heidelberg und ein DAAD Stipendium, Zürich (2001).
Julia Kissina lebt und arbeitet in Berlin.
 
Ausstellungen (E. = Einzelausstellung)

1994-1995 "Hinter dem Spiegel", Institut für Neue Barockforschung, München (E.)
Galerie "Obscuri viri", Moskau (E.)
1996 "Feinschmecker & Raubtiere", AkademieGalerie, München (E.)
"Versteckspiel", Galerie "Obscuri viri", Moskau (E.)
Mois International de la Photographie à Paris
1997 "Verena", LadenGalerie/Künstlerwerkstatt Lotringerstraße, München (E.)
1998 "Eiweiß", Galerie Stefan Vogdt, München (E.)
"Iß was", Bavarian American Hotel, Nürnberg
Fotobiennale' 98 in Moskau
"Durch-Sichten", Fotografische Positionen. Haus der Kunst, München
"Body check", Gasteig München
1999 "SurfFace - Versprechungen des Sichtbaren", Galerie 5020, Salzburg
2000 "Eiweiß - II", Grassimuseum, Leipzig (E.)
TOYS", Kommunale Galerie/Fotografie Forum, Frankfurt/M (E.)
Wigmore Fine Art, London (E.)
"Haare", Bellerive Museum, Zürich
Aktion "Göttliche Jagd" Führung für Schafe im Museum für Moderne Kunst, Frankfurt/Main
2001 "Vieh" Het Van Reekum Museum, Apeldoorn, Holland
"Eiweiss - III" Erlöserkirche Mainz-Kastel (E.)
"Ornament + Verbrechen" Galerie Anita Beckers, Frankfurt (E.)
2002 Aktion "Erwachet" Art-Frankfurt, FotoGalerie Wien (E.)
Eurovision 1. Biennale "DNArt,Genetik und Vision", Meran
"Zweite Haut", Bellerive Museum, Zürich
Of Innocence & Experience The Apartment Galerie, Athen
2003 Performance im Polizeirevier, Berlin (E.)
2004 "Öffentlicher Beichtstuhl" in Rahmen des Festivals "Kunst und Verbrechen" im Hebbel Theater, Berlin (E.)

 
zurück