September: Stefan Hirsig, Plywood Interrocker


 
Eröffnung:
7. September 2004, 19 Uhr
 
Es spricht Séverine Waelchli (Kunsthistorikerin, Galerie Sprüth/Magers)
 
Ausstellungsdauer:
8. September - 29.Oktober 2004
 
Öffnungszeiten:
werktags 9 - 16 Uhr
 
Anschrift:
Galerie aktueller Kunst im OSRAM Haus
Hellabrunner Strasse 1
D-81543 München
 
 
Ein zentraler Aspekt in den Bildern und Objekten des Berliner Malers Stefan Hirsig sind die immer wieder auftauchenden Bezüge zur Architektur. Sie taucht - im Entwurf oder realisiert - mal als offenkundiges Zitat, mal in verschlüsselter Form auf. Architektur ist für Hirsig auch als gestalterisches Prinzip bedeutsam. Dieses Prinzip offenbart sich in Formen des Designs, in Mustern und collageartigen Überlagerungen oder als Mittel, Bildräume mit konstruierten, aber auch freien malerischen Formen zu "bauen", die häufig als Malereizitate erkennbar sind, wie etwa der "brushstroke".
 
Stefan Hirsig - Plywood Interrocker
 
Bei Hirsig ist Gegenständliches und Abstraktes generell nicht trennbar. Genauso wie gegenständliche Elemente inhaltlich lesbar oder als Fragment nur bloße Form sein können, so wird manche abstrakte Form als Teil der Bildkonstruktion gewissermaßen "vergegenständlicht". Durch die Vielschichtigkeit entziehen sich die Arbeiten einer einfachen inhaltlichen Deutung. Ihre Aussagekraft entsteht allerdings gerade aus der Mehrdeutigkeit der inhaltlichen und formalen Ebenen.
 
In der Ausstellung konfrontiert der Künstler neue mit älteren Werken. Die neuen Arbeiten sind speziell im Hinblick auf den Ausstellungsraum mit seiner prägnanten Innenarchitektur entstanden, die wesentlich durch die 60er Jahre geprägt ist. Gleichzeitig stellt Hirsig eine Verbindung zu seinen älteren Arbeiten der "plywood group" her, in denen er sich auf das furnierte Sperrholz des Designers Charles Eames (Plywood Chair) bezieht. So entsteht in der Galerie eine formale Spannung, die, von den Flächen der Leinwände ausgehend über die dreidimensionalen Bildobjekte, schließlich den gesamten Raum prägt.
 
 
Stefan Hirsig
Geb. 1966 in Berlin, lebt und arbeitet in Berlin.
 
Ausstellungen (seit 1996, E. = Einzelausstellung):

2004 Galleria Marella Arte Contemporanea, Mailand, I (E.)
Galerie Klosterfelde, Berlin, D (E.)
"Stay Positive! A group show on positivism and abstraction ", Marella Arte Contemporanea, Mailand, I
"Arbeiten auf Papier / Works on paper", Sprüth Magers Projekte, München, D
2003 "Abstrakte Malerei", Museum Morsbroich, Leverkusen, D
2002 Galerie Philomene Magers, München, D (E.)
"Echo", Galeria Heinrich Ehrhardt, Madrid, E (E.)
"Dubuffet and Graffiti Art", Palazzo Martinengo, Brescia, I
2001 "allIneed", Klosterfelde, Berlin, D (E.)
"The (Ideal) Home Show", Gimpel Fils, London, UK
"Frisch gerahmt", Artothek im Bonner Kunstverein, Bonn, D
"Musterkarte - Modelos de pintura en Alemania 2001", Galeria Heinrich Ehrhardt, Madrid, E
"Drawings", sommer contemporary art, Israel
"Life goes on", arc, Wien, A
2000 "are friends electric", arc, Wien, A (E.)
Helga Maria Klosterfelde, Hamburg, D (E.)
Gió Marconi, Mailand, I (E.)
Galleria Franco Noero, Turin, I (E.)
Galerie Philomene Magers, München, D (E.)
1999 Klosterfelde, Berlin, D (E.)
Galeria Mário Sequeira, Portugal, P (mit Michel Majerus) (E.)
"Bilder aus Städten", Dresdner Bank, Frankfurt am Main, D
"Officina Europa" ("European Factory"), Bologna, I
"Flaming June", works on paper, Los Angeles, CA
1998 Klosterfelde, Berlin, D (E.)
"Harms, Jung, Hirsig", Galeria Heinrich Ehrhardt, Madrid, E
"SALON 98", Galerie Bärbel Grässlin bei Tishman & Speyer Properties, Messeturm, Frankfurt am Main, D
"Harms, Jung, Hirsig", Galerie Philomene Magers, Köln, D
1996 "Other voices, other rooms", Contemporary Fine Arts, Berlin, D (E.)
"Malerei III", Monika Sprüth Galerie, Köln, D
"A bonnie situation", Contemporary Fine Arts, Berlin, D
"Sammlung Volkmann zeigt: Faustrecht der Freiheit", Kunstsammlung Gera, Gera und Neues Museum Weserburg, Bremen, D

 
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