Nathalie Grenzhaeuser: Die Konstruktion der stillen Welt

 

Eröffnung:
Dienstag, 6. Februar 2007, 19 Uhr
 
Ausstellungsdauer:
7. Februar - 13. April 2007
Montag - Freitag, 9 - 20 Uhr
 

Die Fotografien Nathalie Grenzhaeusers zeigen eine Welt, die der realen verwandt und doch phantastisch ist. Wüsten, menschenleere Industrielandschaften, verwaiste Stadt- und Landräume sind wiederkehrende Sujets, in denen sie das Verhältnis von Mensch und Natur auslotet. In der inszenierten Kargheit und scheinbaren "Leere" entsteht der notwendige Raum für einen Dialog zwischen Assoziation und Erinnerung.

Grenzhaeusers Fotografien vermitteln kein dokumentarisches Bild. Sie entstehen in einem aufwendigen Prozess: Ausgehend von verschiedenen fotografischen Skizzen werden einzelne Momente und Bildteile einer Landschaft digital miteinander verwoben und teilweise auch frei "erfunden". In vielen Arbeitsschritten transformiert sich so das Bild des "Ursprungsortes". Durch ihre Beschaffenheit erinnern sie an Film- oder Bühnenkulissen und sind oftmals durch ihre Geschichte symbolisch aufgeladen.

Grenzhaeusers neue Serie "die Konstruktion der stillen Welt" thematisiert den arktischen Landschaftsraum. Die einzelnen Fotografien heißen Kap Amsterdam, Svalsat, Zuckerhut, Hotellneset, Winkelstation, Treibgut und Schmelze. Sie sind während eines zweimonatigen Arbeitsaufenthaltes auf dem norwegischen Inselarchipel Spitzbergen entstanden. Die Arbeit nimmt Bezug auf die Geschichte des Kohlebergbaues, die Veränderung des arktischen Landschaftsraumes und dessen kulturgeschichtlicher und emotionaler Bedeutung.


Nathalie Grenzhaeuser: Die Konstruktion der stillen Welt
 
 
Nathalie Grenzhaeuser

Nathalie Grenzhaeuser, geb. 1969 in Stuttgart, lebt und arbeitet in Offenbach a. M. 1997 Abschluss des Studiums bei Prof. Hermann Nitsch an der Frankfurter Städelschule. 1999/2000 Stipendiatin der Hessischen Kulturstiftung. Arbeitsaufenhalte in Spitzbergen (2005-06) und Melbourne (2007).


 

Ausstellungen (Auswahl, seit 2001) (E = Einzelausstellung)
2001

Astroland, Ausstellungsraum dont.miss, Frankfurt a. M. (E)
Utilità di sistema, Museo Laboratorio di Arte Contemporanea, Rom
gilt, Kunstraum B/2, Leipzig

2002

Event Horizon, lothringer13/halle, München
Point of view - Landschaften, Galerie Anita Beckers, Frankfurt a. M.
Sammlung Deutsche Bank, ständige Ausstellung, Frankfurt a. M.
Solo Tango, Change Studio d´ Arte Contemporanea, Rom (E)

2003

Paris-Omaha, Art Agents Galerie, Hamburg (E)
Herkunft unbekannt, Galerie Frehrking Wiesehöfer, Köln
Omaha Beach, Galerie Condé, Goethe-Institut, Paris (E)

2004

James Nicholson Gallery, San Francisco (E)
Laut - los, Galerie Kampel, Berlin.
Die Große Arche, Forum 1822, Frankfurt a.M. (E)
Zwischenwelten, Heimspiel, Frankfurt.
D.O.C., Change Studio d´ Arte Contemporanea, Rom
Central Station, Sammlung Falckenberg, Maison Rouge - Fondation Antoine de Galbert, Paris.

2005

Pathetischer Betrug, Sonderausstellung-Art Frankfurt, Frankfurt a. M.
La Grande Arche, Nogoodwindow, Paris (E)
Crossing the Twilight, Galerie Anita Beckers, Frankfurt a. M. (E)

2006

Das Versprechen, Kunstraum Doppelzimmer, Gießen (E)
Gletscherdämmerung, Ausstellung und Symposium der Eres Stiftung, München.
Open Doors; Atelierfrankfurt, Frankfurt a. M.